KaufenFinanzierung

Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2026 | Lesezeit: 2 Minuten

Neben dem Kaufpreis fallen beim Erwerb einer Immobilie weitere Kosten an: Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, Maklerprovision und gegebenenfalls Finanzierungskosten. In Bayern sollten Käufer dafür insgesamt rund 9 Prozent des Kaufpreises einplanen.

Grunderwerbsteuer

Beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie fällt Grunderwerbsteuer an. Die Höhe legt jedes Bundesland selbst fest. In Bayern beträgt sie 3,5 Prozent und liegt damit bundesweit am niedrigsten.

Berechnet wird sie auf den Kaufpreis abzüglich mitverkaufter beweglicher Gegenstände, beispielsweise Inventar oder einer Einbauküche. Diese sollten im Kaufvertrag gesondert und mit einem realistischen Wert ausgewiesen werden.

Notar- und Grundbuchkosten

Der Notar erstellt und beurkundet den Kaufvertrag und begleitet die rechtliche Abwicklung bis zur Eigentumsumschreibung. Bei einer Finanzierung beurkundet er außerdem die Grundschuldbestellung.

Hinzu kommen die Gebühren des Grundbuchamts, unter anderem für die Auflassungsvormerkung, die Grundschuld und die Eigentumsumschreibung.

Insgesamt sollten Sie für Notar und Grundbuch etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises einplanen. Bei höheren Kaufpreisen fällt der prozentuale Anteil in der Regel geringer aus.

Maklerprovision

Für die Beratung und Vermittlung einer Immobilie fällt eine Maklerprovision an. Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses durch Verbraucher gelten seit Dezember 2020 gesetzliche Vorgaben zur Verteilung der Provision. In München liegt der Käuferanteil häufig bei 3,57 Prozent des Kaufpreises einschließlich Mehrwertsteuer. Die konkrete Höhe und Verteilung richten sich nach der jeweiligen Vereinbarung und den gesetzlichen Regelungen.

Bei RIEDEL umfasst die Betreuung persönliche Einzelbesichtigungen, die Koordination der erforderlichen Formalitäten, die Bonitätsprüfung von Kaufinteressenten und die Abstimmung des Kaufvertrags. Wir bereiten den Notartermin sorgfältig vor und begleiten Sie persönlich. Auch nach dem Kaufabschluss bleiben wir Ihr Ansprechpartner.

Finanzierungskosten

Bearbeitungsgebühren für private Baufinanzierungen dürfen Banken nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich nicht verlangen. Der größte Kostenblock einer Finanzierung sind die Darlehenszinsen. Sie zählen zu den laufenden Finanzierungskosten.

Zusätzlich können Bereitstellungszinsen anfallen, wenn das Darlehen erst nach Ablauf der vereinbarten Frist abgerufen wird. Das betrifft besonders Neubauten und Sanierungen. Die Kosten der Grundschuldbestellung sind in den genannten Notar- und Grundbuchkosten bereits enthalten.

RIEDEL Finanzierung vergleicht für Sie die Konditionen von über 400 Banken und unterstützt Sie dabei, eine Finanzierung zu finden, die zu Ihren Plänen passt.

Ralf Heidemann
Prokurist und Gesellschafter

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