Shibuya Crossing in Tokio

Konnichiwa! Hallo und guten Tag in Japan!

RIEDEL Magazin, Ausgabe 01 Frühling 2025 | Text: Stephanie Geiger | Lesezeit: 6 Minuten

Zwischen mystischen Bergen und mächtigen Mega-Cities ist Japan ein Reiseerlebnis, das niemand verpassen sollte. Wer es bisher nicht nach Japan geschafft hat, der sollte das Land unbedingt ganz oben auf die Liste seiner Reiseträume setzen.

Text: Stephanie Geiger

Hinweis zur Ausgabe

Dieser Beitrag stammt aus dem RIEDEL Magazin Frühjahr 2025. Die Angaben zur Expo in Osaka beziehen sich auf die Weltausstellung vom 13. April bis 13. Oktober 2025, die inzwischen beendet ist. Einreisebestimmungen und Öffnungszeiten sind vor einer Reise gesondert zu prüfen.

Ein Land der Gegensätze

Rot gestrichene Tempelhalle mit geschwungenem Dach und fünfstöckiger Pagode, davor blühende Kirschbäume.
Japan ist bekannt für seine unzähligen Tempel und Schreine. Hier ein berühmtes Beispiel: der buddhistische Asakusa-Schrein (Senso-ji Tempel) in Tokio.

Der Reiz einer Japan-Reise liegt in den Gegensätzen des Landes. Traditionen, die teilweise mehrere tausend Jahre alt sind, pflegen die Japaner mit großer Akribie und Leidenschaft auch heute noch. Gleichzeitig steht Japan aber auch für hyperschnelle Innovationen, die sich speziell in der Pop-Kultur, Mode, Architektur und Kunst äußern. Kein Wunder also, dass man sich als Reisender das eine oder andere Mal wie die Figur Bob Harris im Film „Lost in Translation“ immer auch ein bisschen verloren fühlt in der Überfülle fremder Eindrücke.

Die Shibuya Crossing ist mit ihren gigantischen elektronischen Werbetafeln, dazu noch die vielen Neon-Reklamen und Lichter ein Wahrzeichen mit Wiedererkennungswert – ähnlich dem Times Square in New York. Auch die Ginza mit ihren Luxus-Boutiquen und den edlen Cocktail- und Sushibars lohnt einen Besuch. Wer mag, kann dort auch ein Kabukizu besuchen – ein Theater, in dem traditionelle japanische Tänze und Dramen aufgeführt werden.

Die Shibuya Crossing ist mit ihren gigantischen elektronischen Werbetafeln, dazu noch die vielen Neon-Reklamen und Lichter ein Wahrzeichen mit Wiedererkennungswert.

Im Meiji-Schrein dem Shintoismus begegnen

Weites Panorama mit dem schneebedeckten Vulkankegel über einer Stadt am Seeufer im Morgenlicht.
Der Mount Fuji ist ein Vulkan und mit 3776,24 m Höhe der höchste Berg Japans. Er ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch eine Sehenswürdigkeit, die man nicht auslassen sollte.

Auf gar keinen Fall fehlen darf ein Spaziergang über die Omote-Sando-Avenue, einem von Bäumen gesäumten Boulevard mit Edelshops und ruhig gelegenen Designerläden. Gar nicht weit ist hier auch der Meiji-Schrein mit seinem weitläufigen Park. Der Schrein ist eine der meistbesuchten Shinto-Stätten Japans. Zahlreiche englischsprachige Schilder erklären die traditionellen Shinto-Rituale – Opfergaben und Gebete im Hauptschrein, das Aufschreiben von Wünschen auf Ema-Holztäfelchen oder der Kauf eines Glücksbringers oder Amuletts.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen braucht man gerade einmal zweieinhalb Stunden von der japanischen Hauptstadt Tokio nach Kyoto. Wundern sollte man sich nicht, wenn beim Eintritt und beim Verlassen des Waggons ein freundlicher Zugbegleiter sich mit gefalteten Händen höflich verbeugt. Das ist Teil der japanischen Etikette.

Dicht gereihte rote Torbögen bilden einen Gang, der einen bewaldeten Hang hinaufführt.
Ein Highlight in Kyoto: der Fushimi Inari Taisha mit 10.000 der berühmten roten Torii.

Kyoto ist sicherlich eine der interessantesten Städte, um die reiche Tradition des Landes mit zahlreichen Tempeln, Schreinen und Kulturdenkmälern kennenzulernen. Allen voran den prächtigen Goldenen Pavillon. Das wunderschöne Gebäude ist von oben bis unten mit Blattgold überzogen und von einem idyllischen kleinen See umgeben.

Beliebtes Ausflugsziel ist zudem der Fushimi Inari Schrein, ebenfalls eine wichtige Shinto-Stätte. Ein Korridor mit tausenden roten Torbögen, den „Torii“, führt einen Wald hinauf zum Mount Inari, von wo aus sich ein herrlicher Ausblick über die Stadt eröffnet.

Japans kulturelle Vielfalt

Zwei Frauen in Kimono mit roten Papierschirmen gehen eine schmale Gasse zwischen Holzhäusern entlang.
Geishas im Gion-Viertel

Kyoto ist auch bekannt für die Geishas. Im Gion-Viertel sieht man auch heute noch die Frauen in aufwändiger, japanischer Kleidung durch die Gassen huschen. Eine Geisha ist eine künstlerisch besonders ausgebildete Unterhalterin, die ihren Gästen Gesang, Tanz und anspruchsvolle Gespräche bietet. Ein Besuch im Gion-Viertel lohnt auch wegen der schmucken holzgetäfelten Restaurants, in denen authentisch und preiswert köstliche japanische Gerichte angeboten werden.

Japan hautnah in Onsen und Ryokan

Ein Badender sitzt in einem dampfenden Steinbecken, dahinter öffnet sich der Blick auf rot belaubte Bäume.
„Onsen“ – die heißen Quellen – in Japan gelten nicht nur als Ort der Entspannung, sondern auch als sehr heilsam.
Drei Makaken sitzen bis zur Brust im dampfenden Wasser und stützen sich auf den verschneiten Beckenrand.
Beliebtes Fotomotiv und lustiger Anblick: die in heißen Quellen („Onsen“) badenden Schneeaffen.

Egal wohin man in Japan reist: Auf die To-do-Liste sollte auf jeden Fall ein Besuch in einem Onsen. Japan ist vulkanischen Ursprungs und deshalb finden sich im ganzen Land heiße Quellen mit mineralhaltigem Wasser. Die Makaken-Affen, die in heißen Quellen baden, sind ein gerne fotografiertes Motiv. Aber auch die Menschen nutzen das heiße Wasser für ein entspanntes Bad. Japan hat eine der traditionellsten Bäderkulturen der Welt. Ganz wichtig zu wissen: vorher duschen, dann erst in die heißen Becken steigen und relaxen.

Von oben fotografierte Schale mit Nudelsuppe, Ei, Fleischscheiben und Frühlingszwiebeln auf hellem Holz.
Die Japaner setzen höchste Qualität und Frische für ihre Küche voraus. Zu den absoluten Kulinarik-Highlights zählen neben Ramen auch Thunfisch in allen Variationen und das erstklassige Kobe-Beef.

Kulinarische Höhenflüge an allen Ecken und Enden

Auch kulinarisch überrascht Japan immer wieder und ist weit mehr als Sushi, Sashimi und Ramen-Nudelsuppe. Sogenannte Ryotei bieten gehobene japanische Küche. Die Restaurants sind oftmals so schlicht, dass man beinahe an ihnen vorbeilaufen könnte, ohne sie zu bemerken. Davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen.

Und ein besonderer Tipp für Reisende sind die traditionellen Unterkünfte. In den sogenannten Ryokans gehören die Mahlzeiten oft mit zum Übernachtungspreis. Das leckere Essen, oftmals auf Sterneniveau, relativiert die gehobenen Preise.

Natürlich sollte man in Japan rohen Fisch probieren, egal ob als Sushi oder als Sashimi. Denn wo sonst bekommt man besser frischen Thunfisch serviert, der auf der Zunge zergeht, als in Japan? Aber auch das Brühe-Fondue Shabu-Shabu, das pfannkuchenähnliche Okonmiyaki und Tonkatsu, in Panko paniertes Schweinekotelett, müssen unbedingt verkostet werden.

Die Restaurants sind oftmals so schlicht, dass man beinahe an ihnen vorbeilaufen könnte, ohne sie zu bemerken.

Das Jahr von Osaka

Große Buchstaben mit dem Schriftzug der Stadt stehen in einem Park, dahinter ragen Hochhäuser auf.
Osaka

Tokio mag bedeutender sein und Kyoto kultivierter. Aber 2025 ist zweifellos das Jahr von Osaka. Vom 13. April bis zum 13. Oktober findet auf einer künstlich angelegten Insel im Hafenbecken der 2,7 Millionen Einwohner zählenden Metropole die Expo statt. Das ehrgeizige Thema der Weltausstellung: „Die Gesellschaft der Zukunft für unser Leben gestalten.“ Die Idee dahinter könnte kaum wegweisender sein: einen Raum bieten, in dem die neuesten Technologien und Innovationen einen Beitrag dazu leisten, die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Osaka ist aber nicht nur wegen der Expo einen Besuch wert, es gibt dort noch viel mehr zu entdecken. Namba ist der Stadtteil der Nachtschwärmer. In Dotonbori werden Foodies und Gourmets fündig. Nicht zu vergessen natürlich die Burg von Osaka, das Wahrzeichen der Stadt und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Japans.

Wer in den japanischen Buddhismus eintauchen möchte, der sollte den heiligen Berg Koyasan besuchen. Die alte buddhistische Tempelsiedlung liegt südlich von Osaka in unberührter Natur. Am besten lässt sich die besondere Atmosphäre erleben, wenn man bei einem Spaziergang die weltentrückte Stille des beeindruckenden Okunoin-Friedhofs auf sich wirken lässt und in einer der Tempelherbergen übernachtet.

Japan hat jedoch zu allen Jahreszeiten und für alle Interessen noch so viel mehr zu bieten: Skifahren auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido zum Beispiel. Oder im Sommer eine Wanderung auf den Fuji oder am Aso, einem der immer aktiven Vulkane auf der Insel Kyushu.

Immobilien im internationalen Portfolio

Wer das Land der aufgehenden Sonne aber nicht nur einmal im Leben kennenlernen und erleben möchte, findet dort – dank der einzigartigen Zusammenarbeit mit Christie’s – auch das ein oder andere Immobilienjuwel im internationalen RIEDEL-Portfolio.

Die Perspektive von RIEDEL

Der Beitrag schließt mit einem Hinweis, der über das Reisen hinausgeht: Über die Zusammenarbeit mit Christie’s sind auch japanische Objekte im Portfolio. Gefragt sind dort vor allem Chalets in den Skigebieten auf Hokkaido, die der Text am Rande erwähnt. Wer eine Immobilie im Ausland erwägt, sollte Erwerbsrecht, Steuern und die Verwaltung vor Ort früh klären. Diese Punkte unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.

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