Aston Martin DB5

Zeitlose Klassiker

RIEDEL Magazin, Ausgabe 01 Frühling 2025 | Text: Stefan Arnreiter | Lesezeit: 4 Minuten

Drei Oldtimer mit Investmentpotenzial

Klassische Automobile strahlen nicht nur jede Menge Faszination aus, sondern verfügen oft auch über ein beeindruckendes Wertsteigerungspotenzial, das nur von wenigen Anlageobjekten übertroffen wird. Diese drei Modelle aus den 1960er, 1970er und 1980er Jahren zeigen, wie Autos zu fahrenden Investmentobjekten werden können.

Text: Stefan Arnreiter

Hinweis zur Ausgabe

Dieser Beitrag stammt aus dem RIEDEL Magazin Frühjahr 2025. Die genannten Auktionsergebnisse und Preisniveaus entsprechen dem Stand der Ausgabe und sind Momentaufnahmen eines schwankenden Marktes.

Die britische Legende: Aston Martin DB5

Frontansicht des hellblauen Coupés mit weit geschwungenem Kühlergrill, Doppelscheinwerfern und britischem Kennzeichen.
DB5 von vorn

Kaum ein Auto ist so ikonisch wie der Aston Martin DB5. Die britische Marke schuf mit diesem Modell ein zeitloses Meisterwerk, das nicht zuletzt dank James Bond zu Weltruhm gelangte. Zwischen 1963 und 1965 produziert, verkörpert der DB5 Eleganz und Understatement – und das bis heute.

Angetrieben wird der DB5 von einem 4,0-Liter-Reihensechszylinder, der 286 PS liefert. Damit beschleunigt das Coupé in respektablen 8 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 233 km/h. Eine ausgefeilte Technik, darunter eine ZF-5-Gang-Schaltung und Scheibenbremsen an allen Rädern, macht das Fahrerlebnis auch nach über fünf Jahrzehnten nahezu konkurrenzlos.

Doch nicht nur auf der Straße überzeugt der DB5: Der Innenraum verbindet feinste Materialien mit britischer Handwerkskunst. Edles Leder, polierte Holzdetails und schlichte Eleganz schaffen eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Kein Wunder, dass ein gut erhaltener DB5 heute zu den begehrtesten Sammlerobjekten der Welt gehört – und auf Auktionen mühelos die Millionengrenze durchbricht.

Ferrari setzt ein Zeichen: 365 GTB/4 „Daytona“

Roter Sportwagen mit flacher Front und langer Haube steht im Profil vor einer weiß gestrichenen Ziegelwand.
Der Ferrari 365 GTB/4, liebevoll Daytona genannt, hat seine enorme Beliebtheit erst über die Jahre aufgebaut.

Die 1970er Jahre brachten die nächste Revolution auf die Straße, und Ferrari legte mit dem 365 GTB/4, bekannt als „Daytona“, die Messlatte erneut höher. Das Coupé mit der unverwechselbaren Frontpartie und den markanten Klappscheinwerfern ist ein Meisterwerk italienischen Designs und technischer Perfektion. Zwischen 1968 und 1973 gebaut, gilt der Daytona als einer der legendärsten Gran Turismo seiner Zeit.

Das Herzstück ist ein 4,4-Liter-V12-Motor, der beeindruckende 352 PS auf die Straße bringt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,1 Sekunden gehörte der Daytona zu den schnellsten Straßenfahrzeugen seiner Epoche.

Auch der Innenraum ist typisch Ferrari: eine puristische, fahrerorientierte Gestaltung, ergänzt durch luxuriöse Materialien wie Leder und Aluminium. Heute gehört der Daytona zu den wertvollsten Modellen aus Maranello. Top-Exemplare erzielen regelmäßig Preise jenseits der 600.000-Euro-Marke und unterstreichen damit seine ungebrochene Exklusivität.

Heute gehört der Daytona zu den wertvollsten Modellen aus Maranello.

Roter Keilwagen mit großem Heckflügel und Startnummer fährt auf einer Bergstraße vor bewaldeten Hängen.
Lamborghini Countach LP5000 QV

Futuristisches Statement: Lamborghini Countach LP5000 QV

Wenn die 1980er für etwas bekannt sind, dann für extravagantes Design und den Mut, neue Wege zu gehen – und kein Auto verkörpert das besser als der Lamborghini Countach LP5000 QV. Mit seinen Scherentüren, den kantigen Linien und einem Auftritt, der keine Kompromisse kennt, wird der Countach zur Ikone einer Ära.

Angetrieben wird der LP5000 QV von einem 5,2-Liter-V12-Motor mit 455 PS. Damit beschleunigt er in nur 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 295 km/h. Auch wenn die Fahrdaten für sich sprechen, ist der Countach ein geborener Showman – das beweist auch der große Heckspoiler, der trotz dramatischer Optik keinerlei aerodynamischen Nutzen bietet.

Im Innenraum zeigt sich Lamborghini von seiner besten Seite: Leder, ein futuristisches Cockpit und eng geschnittene Ergonomie machen den Countach auch heute noch zu einem Fahrerlebnis der besonderen Art. Auf Auktionen erzielen LP5000-QV-Modelle Spitzenpreise von bis zu einer Million Euro – ein klares Zeichen für ihren Status als Sammlertraum.

Ein Investment, das begeistert

Oldtimer wie der Aston Martin DB5, der Ferrari Daytona und der Lamborghini Countach sind mehr als nur Fahrzeuge – sie sind Ikonen, die durch ihren Wert, ihre Technik und vor allem ihren Stil Geschichte schreiben. Diese Klassiker stehen für eine Zeit, in der Innovation, Design und Exklusivität auf höchstem Niveau verschmolzen sind. Wer in einen dieser Wagen investiert, sichert sich nicht nur ein Stück Automobilgeschichte, sondern auch ein zeitloses Kultobjekt, dessen Wertentwicklung nur eine Richtung kennt: nach oben.

Top-Meldung für Oldtimer-Liebhaber

Das Oldtimer-Auktionshaus Gooding & Company wurde Ende 2024 von Christie’s übernommen. Christie's und Gooding & Company sind eine ideale Ergänzung: Sie teilen die Werte Fachkompetenz, Integrität und außergewöhnlichen Kundenservice beim Verkauf exquisiter Objekte. Als Gooding Christie's baut der Zusammenschluss in Zukunft seine Führungsposition auf dem globalen Wachstumsmarkt für Sammlerautos im Luxussektor aus. RIEDEL ist exklusiver Deutschland-Partner von Christie’s. Eine Auszeichnung, die Kunden globale Immobilien-Märkte und einen optimierten Service bei internationalen Käufen und Verkäufen eröffnet.

Die Perspektive von RIEDEL

Sammlerfahrzeuge und Immobilien stellen dieselbe Frage: Wohin damit. Wer drei oder vier Klassiker besitzt, braucht Stellplätze mit stabiler Temperatur, kontrollierter Luftfeuchte und einer Zufahrt, die auch für einen tiefergelegten Wagen passierbar ist. In München sind Häuser mit solchen Garagen selten und werden fast nie öffentlich angeboten. Wer plant, sollte die Garage früh mitdenken – nachrüsten lässt sie sich in einem Bestandsgebäude nur begrenzt.

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