
Zwischen Skylines und Nadelwald
Hinweis zur Ausgabe
Dieser Beitrag stammt aus dem RIEDEL Magazin Herbst/Winter 2025/26. Empfehlungen zu Restaurants, Hotels und Reisezeiten entsprechen dem Stand der Ausgabe. Vor einer Reise sind Einreisebestimmungen und Öffnungszeiten gesondert zu prüfen.
Ein Reiseland für Natur und Kultur

Weil es sowohl Naturliebhaber als auch Kulturinteressierte anspricht, wird Kanada als Reiseziel immer beliebter. Die unberührte Natur mit ihren Nationalparks, Bergen, Seen und Wäldern sowie die pulsierenden Städte machen Kanada zu einem vielseitigen Reiseland. Für Wanderungen in den kanadischen Rocky Mountains und Besuche in den Nationalparks, aber auch für Roadtrips durch die großen Städte sind vor allem die Sommermonate von Juni bis September bei Reisenden besonders beliebt. Aber auch im Herbst und Winter verspricht Kanada puren Reisegenuss.
Wo Berge die Skyline küssen

Ein so großes Land mit einer solchen Vielfalt auf einmal zu erkunden, ist wohl nur schwer möglich. Repräsentativ für die faszinierenden Städte steht zum Beispiel Vancouver: Allein schon die Lage der Stadt, eingebettet zwischen pazifischem Ozean und majestätischen Bergen, ist atemberaubend. Hier verbindet sich urbaner Lifestyle mit spektakulärer Natur. Die Stadt begeistert mit multikulturellem Flair, mildem Klima und einer vibrierenden Kreativszene.
Trendige Viertel wie Gastown mit Kopfsteinpflaster und Dampfuhr, das hippe Mount Pleasant mit Street Art und Craft Beer oder das sonnenverwöhnte Kitsilano am Strand laden zum Erkunden ein. Unvergessliche Highlights sind der Stanley Park, die schwindelerregende Capilano Suspension Bridge und Granville Island mit seinem lebhaften Markt. Vancouver ist der perfekte Ort für alle, die Kultur, Outdoor-Abenteuer und kosmopolitischen Charme vereinen möchten.
Herbstmagie im Indian Summer

Wer den Indian Summer erleben will, der sollte eher gegen Ende September oder Anfang Oktober nach Kanada reisen. Der kanadische Herbst und der ikonische Farbwechsel der Blätter, wenn die Tage kürzer werden, sind legendär. Dann verströmen die Landschaften und Wälder einen besonderen Zauber. Leuchtendes Rot, Orange oder Gelb ziert dann die Bäume von Küste zu Küste. Verbinden kann man einen Besuch im Herbst mit einer Reise in Kanadas Norden. Die beste Zeit, um Polarlichter zu sehen, ist in Yukon, British Columbia, Alberta und in den Northwest Territories nämlich von September bis Mai.
Der kanadische Herbst und der ikonische Farbwechsel der Blätter, wenn die Tage kürzer werden, sind legendär.

Gerade Reisende, die im bayerischen Fünfseenland zu Hause sind, werden sich an den fünf großen nordamerikanischen Seen fast wie zu Hause fühlen. Toronto, das immer einen Besuch wert ist, liegt am Lake Ontario, dem kleinsten der fünf Seen, der aber immer noch etwas größer ist als ganz Oberbayern. Durch den See verläuft die Grenze zu den Vereinigten Staaten. Wer in der Gegend ist, darf es natürlich nicht versäumen, den Niagara-Fällen einen Besuch abzustatten. An ihnen stürzt der Niagara-Fluss, der Eriesee und Ontariosee miteinander verbindet, fast 60 Meter in die Tiefe.

Kanadas Seen verzaubern
Mit rund zwei Millionen Seen, die etwa acht Prozent der Fläche bedecken, ist Kanada weltweit das Land mit den meisten Seen. In den Rocky Mountains gehören diese acht Seen definitiv zu den Highlights, die man gesehen haben muss: Der Pyramid Lake liegt malerisch im Jasper Nationalpark und verzaubert mit seiner kleinen Insel und dem Blick auf den Pyramid Mountain. Der Lake Louise ist ein ikonisches Postkartenmotiv mit türkisfarbenem Wasser und Gletscherpanorama. Nicht weit davon entfernt liegt der dramatisch schöne Moraine Lake, eingerahmt von den „Ten Peaks“. Der Medicine Lake ist aufgrund seines saisonalen Wasserrückgangs (im Herbst ist er nahezu leer) noch immer ein geologisches Rätsel.
Der Maligne Lake, von dem fast jeder Kanadier ein Foto zu Hause hat, ist berühmt für Spirit Island, eine Insel mit dichtem Tannenbestand. Weiter westlich in British Columbia liegt der abgelegene Gwillim Lake, ein Geheimtipp für Wanderer und Ruhesuchende. Bowron Lake ist ein Paradies für Kanufahrer, die die berühmte Rundtour durch die Wildnis wagen. Und ganz im Süden, an der Grenze zu den USA, glänzt der Upper Waterton Lake mit kristallklarem Wasser und alpiner Kulisse. Jeder dieser Seen bietet ein einzigartiges Naturerlebnis – von mystisch bis majestätisch.
Mit rund zwei Millionen Seen, die etwa acht Prozent der Fläche bedecken, ist Kanada weltweit das Land mit den meisten Seen.

Kanada ist ein Land von beeindruckender landschaftlicher Vielfalt und kultureller Tiefe. Besonders die Geschichte und Gegenwart der First Nations, Métis und Inuit, ihre Sprachen, ihr spirituelles Wissen und ihre künstlerischen Ausdrucksformen sind nicht nur Zeugnisse einer jahrtausendealten Geschichte, sondern auch lebendige Beiträge zur heutigen Gesellschaft.
Kanada ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ob aber eine einzige Reise für dieses faszinierende Land überhaupt ausreicht? Entdecken Sie es selbst.

Kulinarisch und stilvoll: Exquisite Tipps in Vancouver
Vancouver hat eine innovative Gastro-Szene, die von modernen Fusion-Restaurants bis zu authentischen asiatischen Küchen reicht. Mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und lokale Zutaten werden gerade Feinschmecker fündig, die Wert auf Qualität und Kreativität legen. Zahlreiche Restaurants haben einen Stern für ihre Küche bekommen.
Im AnnaLena sollte man unbedingt das saisonal inspirierte Degustationsmenü wählen. Ausgezeichnet ist auch die Farm-to-Table-Küche von Chefköchin Andrea Carlson im Burdock & Co. Das Published on Main verfolgt einen ähnlichen Gedanken: kochen nur mit Zutaten von lokalen Farmern. Das gilt auch für das Barbara, in dem man den Köchen von der Theke aus bei ihrer Arbeit zusehen kann. Okeya Kyujiro und Masayoshi versprechen ein ausgezeichnetes japanisches Omakase-Erlebnis. Das Fünf-Sitz-Thekenrestaurant Sushi Masuda ist ebenfalls einen Besuch wert. Im Kissa Tanto erinnert die Atmosphäre an Jazzcafés des Tokio der 1960er Jahre. Und im St. Lawrence werden Freunde französischer Küche glücklich.
Zwischen hervorragendem Essen und erholsamem Schlaf liegen oft nur ein paar Schritte – in diesen Hotels ist eine stilvolle Übernachtung garantiert: im Loden Vancouver im Herzen von Coal Harbour, im L’Hermitage Hotel, das fußläufig zur Vancouver Art Gallery und dem Queen Elizabeth Theater liegt, im Fairmont Pacific Rim oder im The Westin Bayshore, das seine Gäste in einer atemberaubend schönen Umgebung empfängt.
Die Perspektive von RIEDEL
Der Beitrag stellt selbst die Verbindung her: Wer im Fünfseenland zu Hause ist, erkennt an den Großen Seen etwas wieder. Beides sind Landschaften, in denen das Wasser den Takt vorgibt und Grundstücke am Ufer selten sind. Wer nach einer Reise mit dem Gedanken an ein Haus am See zurückkommt, findet ihn vor der Haustür leichter als am Lake Ontario.

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