Musikfans am Olympiaberg

Sommerzauber in München

RIEDEL Magazin, Ausgabe 02 Sommer 2025 | Text: Stephanie Geiger | Lesezeit: 6 Minuten

Die Sommermonate sind in München auch in diesem Jahr wieder dicht gefüllt mit einem packenden Programm. Bei Konzerten von herausragenden Musikern, Ausstellungen mit Kunst von Weltrang und erstklassigen Theater- und Opernaufführungen zeigt München wieder, dass es ein Kultur-Standort von Weltrang ist. Ein besonderes Ereignis ist es, Konzerte bei einem lauen Sommerabend in der nördlichsten Stadt Italiens, wie München aus gutem Grund oft beschrieben wird, zu genießen.

Dieser Beitrag ist im RIEDEL Magazin, Ausgabe 02 Sommer 2025, erschienen. Alle genannten Termine gehören zum Programm des Jahres 2025 und sind inzwischen vergangen. Die Veranstalter legen ihre Spielpläne jährlich neu auf, die aktuellen Termine stehen auf deren Seiten.

Klassik am Odeonsplatz

Orchester auf einer Freilichtbühne vor historischer Kulisse, davor ein voll besetzter Platz im Abendlicht.
Bei Opernfans mit Spannung erwartet: das Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks am 12. Juli bei „Klassik am Odeonsplatz“.

Besonders viel italienisches Flair findet man zweifellos am Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle, die nach dem Vorbild der Loggia dei Lanci in Florenz errichtet wurde. Aus gutem Grund kann sich Klassik am Odeonsplatz, das traditionell wieder von RIEDEL unterstützt wird, als das „hochkarätigste Klassik-Open-air-Event in Deutschland“ rühmen.

Zu hören sind wieder zwei der besten Orchester der Welt: Der österreichische Stardirigent Franz Welser-Möst leitet am 12. Juli das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit dem Solisten Daniil Trifonov am Klavier. Und am 13. Juli steht u.a. das Violinkonzert von Ludwig van Beethoven mit Solistin Lisa Batiashvili auf dem Programm. Dirigiert werden die Münchner Philharmoniker von Lahav Shani, der von der Konzertsaison 2026/27 an Chefdirigent der Philharmoniker sein wird.

Der österreichische Stardirigent Franz Welser-Möst leitet am 12. Juli das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Klassik(er) so weit die Ohren reichen

Der Pianist Daniil Trifonov sitzt in dunklem Anzug am Flügel, konzentriert über die Tasten gebeugt.
Pianist Daniil Trifonov tritt regelmäßig als Solist mit Orchestern auf – wie heuer mit dem Symphonieorchester des bayerischen Rundfunks.

Nur ein paar Schritte sind es vom Odeonsplatz zum Max-Joseph-Platz. Im Rahmen der Opernfestspiele (vom 27. Juni bis 31. Juli) wird dort am 6. Juli mit einer Übertragung live aus dem Nationaltheater Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni zur „Oper für alle“. Und ebenfalls unter freiem Himmel finden die Konzerte im Brunnenhof der Residenz statt. Oper und Klassik, aber auch Rock, Pop, Jazz und Volksmusik stehen dort beim Münchner Open Air Sommer vom 5. bis 17. August auf dem Programm.

Keine Klassik, längst aber Klassiker sind die Songs von Simply Red. Mit ihren zeitlosen Evergreens begeistert die britische Band um Frontmann Mick Hucknall seit nunmehr vier Jahrzehnten ihre Fans auf der ganzen Welt – und am 21. Oktober in der Olympiahalle. Dort setzt nur zehn Tage später auch Katy Perry ihre Fans im Rahmen ihrer „The Lifetimes“-Tour in Ekstase.

Ein Kunsthighlight jagt das nächste

Bühne mit farbigem Scheinwerferlicht vor historischer Fassade, davor Publikum auf Stuhlreihen in der Dämmerung.
Ein besonderes Highlight im Sommer sind die Open-Air-Konzerte verschiedener Genres vom 5. bis 17. August.

Den 1992 verstorbenen amerikanischen Komponisten John Cage bezieht das Museum Brandhorst in seine Ausstellung „Fünf Freunde“ mit ein, die noch bis 17. August zu sehen ist. Cage war ein Freund von Cy Twombly, der einen zentralen Sammlungsschwerpunkt des Museums bildet. Nachgespürt wird der kreativen Synergie, die in dem Freundeskreis entstand, zu dem auch Merce Cunningham, Jasper Johns und Robert Rauschenberg zählten, und die die Kunst der Nachkriegszeit in Musik, Tanz, Malerei, Skulptur und Zeichnung entscheidend geprägt hat.

Das neugestaltete und jetzt am Thierschplatz angesiedelte Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern wagt einen „Closer Look“ durch die Kamera des New Yorker Street-Photographer Bruce Gilden.

Noch bis Frühjahr 2027 widmet sich das Lenbachhaus dem großen Thema der Vergänglichkeit und stellt Werke aus mehreren Sammlungen – auch solche, die bisher noch nie gezeigt wurden – zur Schau. Darunter sind Gemälde von Lovis Corinth, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Jean Bloé Niestlé, Franz Marc und Gerhard Richter.

Grafisches Ausstellungsplakat mit den Namen der fünf Künstler und einem farbigen Bildausschnitt aus der Sammlung.
Vom 10. April bis 17. August ist die Ausstellung „Fünf Freunde. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly“ im Museum Brandhorst zu sehen.

Auf eine historische Reise lädt die Ausstellung „Die Legende der Titanic“ bis zum 31. August in die Paketposthalle ein. Mit 360°-Projektionen, immersiven Klangrekonstruktionen und Virtual Reality macht die Schau, die bei ihrer ersten Station in Madrid rund 325.000 Besucher zählte, Geschichte lebendig. Und in der Ausstellung „making THEATRE“ im Deutschen Theatermuseum kann man sich bis 1. März 2026 auf eine Zeitreise durch die Theatergeschichte begeben.

Besucher stehen in einem abgedunkelten Saal vor einer raumhohen Projektion des Schiffsrumpfs.
Die immersive Ausstellung „Die Legende der Titanic“ ist noch bis zum 31. August erstmals in Deutschland, nämlich in der Paketposthalle München, zu Gast.

Sportstadt

Wer sich gerne sportlich betätigt, sollte das Sportfestival auf dem Königsplatz nicht verpassen, bei dem am 6. Juli mehr als 70 Sportarten in Workshops, Vorführungen, Probetrainings und Wettbewerben vorgestellt werden und auch ausprobiert werden können. Und das Outdoorsportfestival lädt am 28. September die Münchner ein, gemeinsam an der frischen Luft sportlich aktiv zu sein, neue Sportarten zu entdecken und dabei jede Menge Spaß an der Bewegung zu haben. Besonders Sportliche finden beim München Marathon am 12. Oktober eine gute Gelegenheit, sich mit anderen zu messen.

Wer sich gerne sportlich betätigt, sollte das Sportfestival auf dem Königsplatz nicht verpassen.

Ein Teilnehmer balanciert auf einer Slackline über einer Wiese, ringsum Zuschauer und Sportstände.
Am 6. Juli wird's wieder sportlich: Beim Sportfestival am Königsplatz hat man die Möglichkeit, verschiedenste Sportarten kennenzulernen

Ein großes Fest ist jedes Jahr auch das Tollwood-Festival. Vom 19. Juni bis 20. Juli geht es im Olympiapark um Themen wie Toleranz, Vielfalt der Kulturen und einen fairen und nachhaltigen Umgang mit der Natur. Und ab 20. September beherrscht das Oktoberfest die Stadt: Bis 5. Oktober kommen Menschen aus der ganzen Welt auf der Theresienwiese beim größten Volksfest der Welt zusammen.

Tradition großgeschrieben wird bei der Jakobidult auf dem Mariahilfplatz in der Au. Vom 26. Juli bis zum 3. August lädt die Jakobidult zum Feiern, Genießen und Stöbern in alten und nützlichen Haushaltswaren, getöpfertem Geschirr und alten Möbeln ein. Wer es im Sommer nicht schafft: Die Kirchweihdult steht vom 18. bis 26. Oktober fest im Kalender.

Raritäten gibt es übrigens auch bei den Hofflohmärkten, die bis Ende Oktober fast jedes Wochenende stattfinden und bei denen sich ganz nebenbei auch die einzelnen Stadtviertel erkunden lassen.

Marktbuden und ein Fahrgeschäft auf einem Platz, dahinter der hohe Backsteinturm der Mariahilfkirche.
Münchner Tradition erleben und das Leben genießen: bei der Jakobidult vom 26. Juli bis 3. August und bei der Kirchweihdult vom 18. bis 26. Oktober.

Stöbern auf eine ganz andere Art lässt sich auch bei der Internationalen Automobil-Ausstellung vom 9. bis 14. September, bei der die führenden Auto-Hersteller, Zulieferer und Start-ups zusammenkommen und Neuentwicklungen, nachhaltige Mobilitätslösungen und digitale Trends zeigen. Und vom 6. bis 8. Oktober öffnet die EXPO Real ihre Tore. Sie ist eine der wichtigsten Networking-Plattformen für die bedeutenden Immobilien-Märkte von Europa über den Mittleren Osten bis in die USA.

Die Münchner wissen: Es braucht aber nicht immer einen besonderen Anlass, um den Sommer in der Stadt zu genießen, um Kontakte zu knüpfen oder ein Urlaubsgefühl aufkommen zu lassen. Da reicht auch schon eine Kugel Eis von Ballabeni in der Theresienstraße, wo an heißen Sommertagen die Menschen um den Block herum Schlange stehen, von Del Fiore in der Maxvorstadt und im Schlachthofviertel oder von Sarcletti am Rotkreuzplatz, das schon vor 130 Jahren die Münchner Schleckermäuler begeisterte.

Warum der Kulturkalender zur Lage gehört

Klassik am Odeonsplatz, Oper für alle am Max-Joseph-Platz, Brunnenhof der Residenz, Brandhorst, Lenbachhaus, Paketposthalle: Was dieser Beitrag aufzählt, liegt größtenteils in einem Radius von wenigen Kilometern um die Maxvorstadt und die Altstadt. Genau das macht die innenstadtnahen Viertel so gesucht: Wer den Kultursommer in München mitnimmt, geht abends hin, statt hinzufahren.

Wer in dieser Reichweite wohnen möchte, findet den Überblick bei Immobilien in Schwabing und bei den Luxuswohnungen in München. Als Unterstützer von Klassik am Odeonsplatz sind wir selbst Teil des Kultursommers in München. Wie sich Angebot und Preise zuletzt entwickelt haben, zeigt der Marktbericht München.

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