Villa mit Springbrunnen

Leben, Landschaft, Lustbarkeit

RIEDEL Magazin, Ausgabe 01 Frühling 2025 | Text: Barbara Jahn | Lesezeit: 4 Minuten

Das Wohnen in einer eigenen schönen Villa gehört immer schon zu den großen Sehnsüchten vieler Menschen. Kein Wunder, denn das exklusive Raumerlebnis, der glanzvolle Auftritt und die genussvollen Momente, die man von einem solchen Szenario geschenkt bekommt, sind unschlagbar begehrenswert.

Text: Barbara Jahn

Hinweis zur Ausgabe

Dieser Beitrag stammt aus dem RIEDEL Magazin Frühjahr 2025. Die vorgestellten Möbelmodelle entsprechen dem Stand der Ausgabe, Verfügbarkeit und Ausführungen können sich seither geändert haben.

Helles, rundlich geformtes Sofa steht in einem hohen Raum mit Stuckdecke und bodentiefen Fenstern.
Spontanität in der DNA. Sofa Mia von Freifrau, mit modularem Konzept für Individualisten. Design: Ilja Huber, www.freifrau.com

Vom römischen Landsitz zum Baujuwel

Der Ursprung des Wortes „Villa“ geht auf das alte Rom zurück und beschreibt einen vornehmen Landsitz, umgeben von den eigenen Ländereien, der es für die Gutsherrenfamilie möglich machte, unabhängig und weitgehend autark zu leben. Je größer und schöner, umso angesehener in der Gesellschaft: Das Landleben war der Inbegriff von Luxus, den man sich parallel zum Stadtleben leistete.

Während die Villen damals noch einfacher und zweckmäßiger gebaut wurden, entwickelte die Architekturgattung vor allem in der Renaissance ihre erste gestalterische Hochblüte. Im Zentrum stand natürlich das Gebäude selbst, das berühmte Architekten wie Andrea Palladio, insbesondere im Veneto sowie rund um Rom und Florenz, zu echten Baujuwelen formten und das in erster Linie der Repräsentation diente. Neu war, dass die direkte Umgebung der Villa ebenfalls in künstliche Landschaften verwandelt wurde – in Gärten, wo Pflanzen nun nicht mehr wild wuchsen, sondern Spalier standen, begleitet von strikt linear gestalteten Wegachsen, Pavillons und künstlich angelegten Wasserflächen.

Der Ursprung des Wortes „Villa“ geht auf das alte Rom zurück und beschreibt einen vornehmen Landsitz.

Zwischen Traum und Wirklichkeit

Gelb verputzte Villa mit Mansarddach, Balkonen und geschwungener Freitreppe, umgeben von Rasen und Formgehölzen.
Historische Villa in München

Nicht mehr ganz so weitgestreut und – neben vielen mondänen Kur- und Kulturorten, wo unter anderem der Kaiser weilte – auch in stadtnahe Gebiete herangerückt, entwickelte sich die Villa im 19. Jahrhundert noch einmal mehr zum Ausdruck des gesellschaftlichen Aufstiegs. Künstler, Ärzte, Politiker und natürlich alter wie neuer Adel ließen sich von den angesagtesten Architekten ihrer Zeit ihr neues Zuhause er- und auch gleich einrichten, am besten in der Nähe eines Sees oder in einer malerischen Landschaft, wo man das Wohnen selbst zur Kunst machen konnte.

Für die bauende Zunft übrigens wohl eine der schönsten Aufgaben, mit der sich jedes Mal die Gelegenheit bot, ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, das gleichzeitig auch die beste Visitenkarte war.

Schöne Vorbilder, neue Konzepte

Zwei geschwungene helle Sofas stehen sich auf einem Marmorboden gegenüber, dahinter eine skulptural gefaltete Steinwand.
Blick in die Sterne. Sofa Supermoon von Minotti, inspiriert von den Mondphasen. Design: Giampiero Tagliaferri, www.minotti.com
Symmetrische Natursteinvilla hinter einem länglichen Pool, an dessen Rand rote Sessel und Bäume stehen.
Villa mit Pool

Auch wenn seitdem schon viele Jahrhunderte vergangen sind, so hat die romantische Vorstellung einer Villa die Zeit überdauert. Zwar sind moderne Villen heute geradliniger, offener und weniger verspielt als ihre mit Türmchen, Erkern und Giebelchen verzierten Vorgänger, jedoch nicht weniger spektakulär. Auch die vergnüglichen Wasserflächen der Renaissance sind mit Pools in allen erdenklichen Formen wieder zurückgekehrt.

Bis heute liegt im Besitz einer solchen Immobilie ein ganz besonderer Reiz, ist sie doch der Inbegriff einer mit vielen raffinierten architektonischen Details durchkomponierten Wohnbühne, in der man sich leidenschaftlich von jedem Raum aus den inszenierten Blickachsen widmet – von oben nach unten, von innen nach außen – und das auch gerne mit seinen Gästen gemeinsam tut. Schon immer waren Villen illustre Orte der Geselligkeit, denn sie sind einfach viel zu schön, um all das nicht mit anderen Menschen zu teilen. Platz dafür gibt es wohl genug.

Zwar sind moderne Villen heute geradliniger, offener und weniger verspielt als ihre mit Türmchen, Erkern und Giebelchen verzierten Vorgänger, jedoch nicht weniger spektakulär.

Blick für das Außergewöhnliche

Blauer Polstersessel mit kantiger Rückenlehne steht neben einem niedrigen Holztisch vor einer hellen Fensterfront.
Schlichtheit als Stärke. Sessel Nun von Eilersen, überzeugend mit Kanten und Ecken. Design: Jens Juul Eilersen, www.eilersen.eu
Dunkelgrünes Ecksofa auf einem hellen Teppich in einem Altbauzimmer mit Fischgrätparkett und Stuckleisten.
Raum im Raum schaffen. Sofa Aton von Eilersen, benannt nach dem ägyptischen Sonnengott. Design: Jens Juul Eilersen, www.eilersen.eu

Wie in vielen mondänen Städten Europas entstand auch in München, etwa im eleganten Bogenhausen oder in Nymphenburg/Gern, eine außergewöhnliche Villen-Kultur, die den Geschmack des Großbürgertums widerspiegelt und bis heute zu den begehrtesten Orten zählt, an denen man gerne sein Leben verbringen möchte. Darauf ist – unter anderem – das Portfolio von RIEDEL spezialisiert: Hohe, lichtdurchflutete Räume, doppelte Flügeltüren, edle Parkettböden und herrliche Entrées lassen den Glanz vergangener Zeiten wieder auf- und auf ganz neue Art und Weise erleben – eine schönere Einladung, sich hier niederzulassen, gibt es wohl kaum.

Die Perspektive von RIEDEL

Moderne Villa mit Rundturm und großen Glasflächen leuchtet in der Dämmerung warm aus dem Inneren heraus.
Villa zur blauen Stunde

Der Beitrag beschreibt, was eine Villa ausmacht: Blickachsen, Proportionen, das Verhältnis von Haus und Garten. Daran entscheidet sich in der Praxis auch der Preis. Zwei Häuser mit gleicher Wohnfläche liegen weit auseinander. Das eine begrenzt den Garten nur, das andere setzt ihn in Szene. Wer verkaufen möchte, sollte früh klären, was den Charakter des Hauses trägt. Und was Käufer davon überhaupt sehen.

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