
Ein Hauch von Vintage
Dieser Beitrag ist im RIEDEL Magazin, Ausgabe 02 Sommer 2025, erschienen. Die vorgestellten Outdoormöbel-Trends sind die Saison 2025, Verfügbarkeit und Modellnamen entsprechen dem Stand dieser Ausgabe.
Der Garten als Wohnzimmer
Es verspricht wieder, ein heißer Sommer zu werden – die beste Voraussetzung, den Garten zum Wohnzimmer zu machen und möglichst viel Zeit dort zu verbringen. Am Pool, auf der Terrasse, in der Loggia oder einfach in einer stillen, uneinsehbaren Ecke im Grünen warten schon die herrlichsten Verführer wie eine Einladung, sich eine kleine Auszeit zu nehmen und mit einem spannenden Buch, einem erfrischenden Drink oder einem gemütlichen Kissen einfach zu relaxen.
Den Sommer genießen

Die sommerliche Leichtigkeit ist wohl auch ein besonders starkes Bindeglied zu den 1980er Jahren, die in den aktuellen Möbelkollektionen immer wieder hervorblitzen. Rückblickend erinnert man sich an eine sehr unbeschwerte Dekade, in der vieles möglich war, da sich durch den wachsenden Wohlstand ein Maß an Unabhängigkeit entwickelte, die es vorher so noch nicht gab.
Die sommerliche Leichtigkeit ist wohl auch ein besonders starkes Bindeglied zu den 1980er Jahren, die in den aktuellen Möbelkollektionen immer wieder hervorblitzen.
Urlaubsreisen boomten, ebenso die ikonische Architektur, die von Amerika nach Europa zu uns herüberschwappte, etwa die eines Richard Meier und Frank O‘Gehry, die neue Maßstäbe legten. Nicht zu vergessen der Trend, sich einen Swimmingpool zuzulegen – schließlich wollte man ja auch zuhause ein wenig vom Ferienfeeling weitergenießen.

Heute sind diejenigen, die eine Immobilie dieser Art besitzen, große Profiteure einer großartigen Zeit, die die Menschen dazu gebracht hat, das, was sie geschaffen haben, auch in vollen Zügen zu genießen. Die damals angelegten Gärten erfreuen mit nun groß gewachsenen Schattenspendern, üppiger Vegetation, großzügigen Terrassen und Wintergärten sowie einer schön gestalteten Poollandschaft, die mit neuen Einrichtungselementen ausgestattet werden können.
Für manche wäre die Idylle wohl komplett mit Songs aus dem kabellosen Retro-Radio wie „La isla bonita“ und „Holiday“ von Madonna oder „Walking on Sunshine“ von Katrina and the Waves.
Das Leben feiern

Nach den revolutionären 1960er und 1970er Jahren voller bunter Muster und schriller Farben ging es zehn Jahre später ähnlich weiter, allerdings wieder ein wenig gemäßigter. Platz war nicht mehr das Thema, es gab ja genug davon, die Muster sind teilweise geblieben, die Farben wurden zurückhaltender, die Fototapete zog ein. Als Kontrastpunkt dazu schon erste minimalistische Anzeichen mit zartem Geflecht, verchromte Strukturen und auf jeden Fall auch viel Glas.
Sieht man sich heute auf den Messen um, so wird man – zumindest die „Kinder“ der 80er – an diese Zeit erinnert, in der ein mit schönen und außergewöhnlichen Designs prall gefülltes Leben möglich und auch erstrebenswert war. Es war eine Zeit, in der sich Kreative wie Ron Arad mit Kunststoff so richtig austoben konnten oder Alessi mit Philippe Starck etwa die Kochkunst und Tischkultur aus Edelstahl neu erfand. In Italien wurde 1981 die Memphis-Gruppe gegründet, deren künstlerisches Erbe immer noch nachhallt und bis heute auf den Messen Präsenz zeigt.

So sind die Streifen, Rundungen, Zierlichkeiten und Opulenzen, aber auch die sogenannten „Anti-Designs“, die damals als Gegenpol zur gesitteten Ordnung entstanden, wieder zurück.
So sind die Streifen, Rundungen, Zierlichkeiten und Opulenzen, aber auch die sogenannten „Anti-Designs“, die damals als Gegenpol zur gesitteten Ordnung entstanden, wieder zurück, vorzugsweise gleich inklusive Outdoor-Modell, das im Garten erneut die Erinnerung an eine schöne Kindheit hervorruft. Beim sanften Schaukeln darf man dieser dann ungestört nachhängen. Doch was gibt es Schöneres, als so aus dem Alltag zu entfliehen? Also gar nicht lange darüber nachdenken, sondern einfach machen!

Warum ausgewachsene Gärten heute so gesucht sind
Der Beitrag benennt einen Punkt, der im Immobilienmarkt oft unterschätzt wird: Wer ein Haus aus den Achtzigerjahren mit dem damals angelegten Garten besitzt, hat heute etwas, das sich nicht beschleunigen lässt. Ein Schattenbaum braucht dreißig Jahre, eine gewachsene Hecke fast genauso lange. Neubauten mit frisch bepflanzten Grundstücken kommen da erst in einer Generation hin.
Für die Bewertung heißt das: Gartenalter und Baumbestand gehören zur Substanz, nicht zur Ausstattung. Die Outdoormöbel für den Garten sind mit jeder Saison austauschbar, ein dreißig Jahre alter Baum ist es nicht. Wer ein solches Objekt abgeben möchte, findet den Einstieg bei Haus verkaufen in München, und für die Präsentation gibt es das Immobilien-Staging. Wie sich Angebot und Preise zuletzt entwickelt haben, zeigt der Marktbericht München.

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