Der Esstisch ist eine nach eigenen Entwürfen angefertigte Maßanfertigung und das absolute Lieblingsstück von Karin Schlapka. N E T R E P X E N E I L I B O M M I L E D E I R E I D DIESES 200 JAHRE ALTE TUFF- STEINHAUS ZU SANIEREN, WAR EINE WILLKOMMENE HERAUS- FORDERUNG FÜR MICH. K A R I N S C H L A P K A WO IN MÜNCHEN BEFINDET SICH IHRE WOHNUNG/IHR HAUS? UND WARUM GENAU HIER? Karin Schlapka: Wir wohnen in Huglfing, im sogenannten „blauen Land“, also nahe des Staffelsees und unweit des Starnberger Sees. Die Region ist landschaftlich sehr reiz- voll, aber trotzdem nicht weit von der Stadt München entfernt. Huglfing ist ein kleiner, charmanter Ort mit dörflichem Charakter. Leopold Strahlhuber: In der Kaiserstraße, mitten in Schwabing, befindet sich meine Wohnung. Schwabing ist für mich wie ein alter Freund – ich bin hier aufgewachsen, es hat das klassische München-Flair, schöne Altbauten, der Englische Garten ist einen Katzensprung entfernt und ins Büro laufe ich nur 5 Minuten. WAS WAR IHNEN BEI DER EIN- RICHTUNG IHRER WOHNUNG/ IHRES HAUSES BZW. BEIM (UM-) BAU BESONDERS WICHTIG? WO- RAUF LEGEN SIE IN DEN EIGE- NEN VIER WÄNDEN AM MEISTEN WERT? Karin Schlapka: Ich liebe historische Gebäu- de. Und dieses 200 Jahre alte Tuffsteinhaus zu sanieren, war eine willkommene Heraus- forderung für mich. Es ist einfach schön, Altes wieder zu neuem Leben erwecken zu können und mit zeitgemäßem Komfort zu verbinden. So haben wir uns unsere indivi- duelle Wohlfühloase erschaffen. Leopold Strahlhuber: Am wichtigsten ist mir eine gute Raumaufteilung, vor allem dort, wo sich auch Gäste aufhalten. Und natürlich meine Terrasse, besonders wenn man in der Stadt lebt, will man auch gerne mal etwas Ruhe im Freien haben. WELCHEN WOHNTREND/-STIL BEVORZUGEN SIE? BZW. WIE WÜRDEN SIE IHREN EIGENEN EINRICHTUNGSSTIL BESCHREI- BEN? Karin Schlapka: Ich habe nicht den einen speziellen Stil. Am besten lässt sich mein Einrichtungsstil wohl als eine Mischung aus Midcentury und Scandinavian Design beschreiben. Hinzu kommen noch ein paar schöne Antiquitätenstücke und viel Kunst. Darauf lege ich großen Wert. Leopold Strahlhuber: Bei mir in Schwabing ist es ein Mix aus rustikal und modern – meine Wohnung hat quasi eine „Identitäts- krise“. Alte Landhausdielen tanzen hier mit modernen Möbelstücken in einem Haus von 1900, welches 2010 modernisiert wurde. Ich würde es als eine wilde, aber sehr wohnliche WG der Einrichtungswelten bezeichnen. HABEN SIE ALS MUTTER & SOHN DENSELBEN GESCHMACK? SCHAUEN SICH KINDER VON DEN ELTERN BEI DER EINRICH- TUNG ETWAS AB? Karin Schlapka: Wenn ich mir Leos Stadt- wohnung anschaue, würde ich sagen, dass wir tatsächlich einen relativ ähnlichen Geschmack haben, ja. Leopold Strahlhuber: Aber zum Glück sind unsere Stile nicht immer gleich, wir haben zwar eine gemeinsame Stilrichtung, aber im Detail ist sie dann doch oft verschie- den. Unterschiede bringen, wie ich finde, nämlich Inspiration und frischen Wind ins Innendesign. Meine Mama hat da so einige Tricks im Ärmel! LASSEN SIE SICH ALS MAKLER VON DEN OBJEKTEN, DIE SIE VERKAUFEN, FÜR IHR EIGENES ZUHAUSE INSPIRIEREN? WENN JA, INWIEFERN? Karin Schlapka: Selbstverständlich. Ich darf durch meine Arbeit in so vielen schönen Objekten unterwegs sein und hole mir da jeden Tag neue Anregungen und Ideen. Sei es in Bezug auf die Deko oder besondere Farbgestaltungen oder auch tolle Einzel- möbel. Die Vielfalt der Immobilien ist sehr inspirierend. Leopold Strahlhuber: Ja, selbstverständ- lich. Das ist ein Teil unseres Berufs, der so wahnsinnig Spaß macht. Ein täglicher Rundgang durch Design-Paradiese, von rustikal bis futuristisch… Immer up-to-date sein, denn ich finde auch ein Zuhause sollte dem Zeitgeist folgen. Dadurch, dass man so viel Verschiedenes sieht, hat man immer gute Ideen für sein eigenes Reich. Frühjahr 2024 Frühjahr 2024 57 57